In-situ thermische Sanierung (ISTH), Spanien

Wirksame thermische CKW-Quellensanierung mittels fester Wärmequellen mit hydraulischer Sicherung
  • Digitalisierte Anlagensteuerung und Überwachung der Temperaturentwicklung. ©ZUT
    Digitalisierte Anlagensteuerung und Überwachung der Temperaturentwicklung. ©ZUT
  • Schadensbereiche sind mit einem dichten Netz von Temperaturmesseinrichtungengen, Wärmequellen und einer Bodenluftabsaugung ausgerüstet. ©ZUT
    Schadensbereiche sind mit einem dichten Netz von Temperaturmesseinrichtungengen, Wärmequellen und einer Bodenluftabsaugung ausgerüstet. ©ZUT
  • Die festen Wärmequellen können den Untergrund auf bis zu 450°C erhitzen. ©ZUT
    Die festen Wärmequellen können den Untergrund auf bis zu 450°C erhitzen. ©ZUT
  • Der gesamte Schadensbereich ist auch innerhalb von bestehenden Gebäuden ausgerüstet. ©ZUT
    Der gesamte Schadensbereich ist auch innerhalb von bestehenden Gebäuden ausgerüstet. ©ZUT
Ort
Spanien
Auftraggeber
Industrie
Kenngrößen
- 60 feste Wärmequellen
- elektrisch installierte Leistung 1.000 kW
- Über 500 Temperaturmessstellen
- Sanierungsfeld ca. 10,000 m³ in der ungesättigten Bodenzone
Besonderheiten
- Online-Überwachung der Betriebsdaten (u.a. vertikale und horizontale Temperaturentwicklung im Sanierungsfeld, Absaugvolumina, Unterdrücke, Rohlufttemperaturen)
- Online-Überwachung der Schadstoff-Konzentrationen in der Roh- und Reinluft mittels Gaschromatographen (GC-PID)
Leistungszeitraum
2025-2026

Thermische Sanierung eines CKW-Schadens

Auf dem Standort eines Industriebetriebs in Nordspanien sind umweltrelevante Boden- und Grundwasserbelastungen, insbesondere durch chlorierte Kohlenwasserstoffe, nachgewiesen. Projektgegenstand ist die weitestgehende und dauerhafte Beseitigung der Schadensquelle mittels einer In-situ thermischen Sanierung (ISTH) durch feste Wärmequellen, die elektrisch bis zu einer Temperatur von 450°C dauerhaft betrieben wurden. Die heißen Dämpfe werden per Bodenluftabsaugung erfasst. Parallel zur ISTH-Sanierung erfolgt eine hydraulische Sicherung des Abstroms, sowie Einschränkung des Zustroms. Das mit Zweiphasenextraktionspumpen geförderte heiße Grundwasser wird nach Reinigung vor der Ableitung zur Kühlung der heißen Rohluftgase verwendet.

Leistungsumfang

  • Aufwändige Installation der Leitungen für Dampf, Wasser, Strom und Temperatursensoren
  • Betrieb und Wartung
  • Bodenluftabsaugung mit 2.000 Nm³/h
  • Bodenluftreinigung: adiabatische Kühlung, Kondensat Abscheidung, Luftaktivkohlefilter
  • Begleitende Grundwasserabsenkung im Zu- und Abstrom mit Zweiphasenextraktions- und Grundwasserpumpen
  • Abstromsicherung

Messeinrichtungen und Datenverarbeitung

Das weitreichende Netz von feinaufgelösten Betriebsdaten wie Absaugvolumina, Unterdrücke, sowie die im Feld gemessenen Temperaturverläufe aus über 500 Temperaturmessstellen erfordern eine intelligente Datenverarbeitung - schließlich müssen pro Stunde etwa 9.000 Messwerte verarbeitet und visualisiert werden. In Kombination mit einer Online-Überwachung der Schadstoff-Konzentrationen in der Roh- und Reinluft mittels Gaschromatographen (GC-PID) konnte die Heizleistung an den Sanierungsfortschritt angepasst werden.

Kontakt

Thomas Meyer
Senior Engineer, International Manager
Wolfgang Schirm
Manager internationale Projekte